Musiker und Sein - Virtuosität neu definieren- Koordination in Bewegung -
Das Ziel war sich erweiternde musikalische Fähigkeiten durch einen sensiblen Umgang mit sich selbst, beziehungsweise des sich selbst durch Koordination und Balance zum eigenen Erlebnis werden lassen. Dabei sollte die Wirkung auf das Publikum einbezogen werden.
Der am 3. und 4.11.07 statt gefundene Wochenendkurs zum oben genannten Thema wurde mit regem Interesse von vielen, hauptsächlich Klarinettenstudenten, besucht.
Der Inhalt der aufgeführten Themenkreise ist bedauerlicherweise nicht Bestandteil des Curriculum unserer Hochschule. Viele Professoren unserer Hochschule empfahlen ihren Studenten sich in diesem Kurs wenigstens Gedankenanstöße zu holen. In dem zur Verfügung stehenden Zeitlimit war auch nicht mehr möglich.
Der Vortrag und die praktischen Übungen am Hauptfachinstrument vermittelten wichtige Erkenntnisse, welche besonders die Effektivität des Übens positiv beeinflussen. Die Koordination prägt den Klang. Dieser wird manchmal auch nur teilweise durch ungünstige Bewegungsmuster beeinträchtigt. Nicht das Instrument erzeugt den Ton, sondern der Spieler selbst.
Die Einzelarbeit mit jedem Teilnehmer beanspruchte eine intensive, zeitaufwendige Zuwendung.
Die Rückmeldung vieler Teilnehmer, gerade in der Einzelarbeit, brachte sie zu schnellen, fühlbaren Erkenntnissen. Außerdem war es für Frau Pereira de Silva interessant und aufschlußreich, die jungen Studenten im Umgang mit ihrem Hauptfachintrument zu erleben und daraus Ansatzpunkte für ihre Arbeit zu ziehen.
Durch die Beobachtersituation, in der Arbeit mit ihren Kommilitonen, gelangten die Teilnehmer zu größerem Verständnis der ablaufenden Vorgänge. In den folgenden Haupptfachunterrichten wurde deutlich, daß viele Studenten aus dem Wochenendkurs für sie wichtige Anregungen erhalten haben und sie diese versuchten im Umgang mit ihrem Instrument umzusetzen.
Prof. Diethelm Kühn, Professor für Klarinette
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